Höher pinkeln

Einführungskampagne für Superposter
Credits
Auftraggeber:    Ströer Superposter, 1980
Agentur:    GGK Düsseldorf
Kreativdirektor:    Michael Schirner
Texter:    Franz Brauer
Artdirector:    Michael Preiswerk

Grafiker:    Holger Brondics

Aufgabe: Ein neues Außenwerbeformat in Deutschland einführen. Es heißt „Superposter“ und ist fast doppelt so groß wie das übliche 18/1-Bogenplakat.

Überlegung: Das beste Medium für das Medium ist das Medium selbst. Klar, dass Werbung für Superposter auf Superposter gehört.

Erfolg: TEAM/BBDO, Y&R, DDB, TBWA etc. belegen Superposter. Baya und Jörg Bruchmann heiraten. GGK gewinnt Gold bei Wettbewerben.

Idee: Um das neue Medium in der Werbebranche bekanntzumachen, sprechen Superposter Werbeleute persönlich an. Mit der ersten Superposter-Runde die Chefs von Werbeagenturen. Auf dem Weg in die Agentur liest der Chairman von TEAM/BBDO: „Lieber Vilim Vasata, möchten Sie nicht mal ein wirklich großes Plakat machen?“ Auch die Chefs von Y&R, DDB, TBWA etc. finden ihre Namen auf Superposter. In der nächsten Runde reden Superposter über sich: „4 x 5 Meter“, „40 Bogen“, „Produktion 100 Mark“, „Wird nachts beleuchtet“, „Hängt 30 Tage“, „Hängt quer zum Verkehr“, „Liebes 18/1, ich bin ein 40/1“, „Liebe Hunde, ich hänge höher, als Ihr pinkeln könnt“ etc. Die nächste Runde spricht Inserenten an: „Lieber Opel-Rekord, ich bin größer als Du“, „Lieber Weißer Riese, ich bin auch einer“, „Liebe Pepsi, Coke was here” etc. In der nächsten Runde: „Lieber Baurat, bitte genehmigen Sie mich“, „Liebe Baya, ich mach Dir hier den größten Heiratsantrag aller Zeiten, Jörg“ und „GGK was here“.